[Werbung aufgrund von Verlinkungen] Die #30tageminimalist Challenge ist zwar erst losgegangen, aber vielleicht gehört du auch schon zu den angehenden Minimalisten, die schon jetzt Berge an Klamotten angehäuft haben – insbesondere nach der „Kleiderschrank-Ausmist-Aufgabe“.

Den ökologischen Fußabdruck „mit-minimalisieren“

Aber wohin mit dem ganzen Kram? Wegschmeißen?

Auf keinen Fall! Denn in die Herstellung aller Kleidungsstücke ist sind viele Rohstoffe, Energien und Arbeitskräfte geflossen. Somit sollten wir alle versuchen, jedes einzelne Kleidungsstück so lange „über Wasser zu halten“, wie möglich. Es ist uns ja schließlich auch etwas wert (gewesen) und wir haben einst Geld dafür ausgegeben, um uns an dem Kleidungsstück zu erfreuen. Diesen Wert können wir nun an jemand anderen weitergeben und minimalisieren unseren ökologischen Fußabdruck gleich mit. Guter Deal oder?

Auch „die Großen“ ziehen mit

Tatsächlich gibt es mittlerweile auch große Marken, wie „Vaude“ (Vaude Second Use Programm) und „Filippa K“, die den Langlebigkeitsgedanken ihrer Kleidung fest in die Unternehmensstrategie verankert haben und in ihren Shops eigene Second Hand Ware anbieten. Bei dem Filippa K Lhease Modell ist sogar ein Ausleihen neuer Kleidung möglich. Ein wundervoller Weg zu nachhaltigem Konsum ohne auf Abwechslung im Kleiderschrank zu verzichten.

Falls du weitere Modelle dieser Art kennst, freue ich mich sehr auf dein Kommentar unter diesem Beitrag!

8 Möglichkeiten, deine aussortierte Kleidung loszuwerden

Wenn das Thema “Upcycling” nicht für dich in Frage kommt und du deine Kleidung einfach nur loswerden möchtest, kannst du deine Sachen

  • verschenken,
  • spenden oder
  • verkaufen.
Minimalismus Kleiderschrank, aussortierte Kleidung

1 / Freunde, Familie & Bekannte

Frage in deinem Freundeskreis oder bei deiner Familie, ob noch jemand deine Sachen tragen möchte. Das kannst du ganz easy über eine WhatsApp Gruppe machen oder nimmst die Aktion zum Anlass, um deine Liebsten mal wieder einzuladen und dazu noch ein bisschen Zeit mit ihnen zu verbringen.

2 / Kleidertauschparty

Organisiere eine Kleidertauschparty. Lade deine Freunde samt aussortierter Kleidung ein. Der Zufall bestimmt die Reihenfolge, wer zuerst welchen Stapel durchstöbern darf – das wilde Anprobieren und Tauschen beginnt. Letztendlich nimmt jeder das mit, was er behalten möchte. Alle anderen Kleidungsstücke können gemeinschaftlich gespendet werden. ABER denke daran: Nehme nur das mit, was dir wirklich (!) gefällt und was du auch ganz sicher anziehst. Sonst kann die Minimalismus Challenge wieder von vorne anfangen.

Bei Greenpeace gibt es übrigens einen einfachen Guide für Kleidertauschpartys, der dir genau erklärt, wie das Party-Prinzip funktioniert. Interessant, wenn du z.B. eine offizielle Kleidertauschparty veranstalten möchtest.

3 / Oxfam

Jeder kennt sie, die Oxfam Stores. Ich muss gestehen, dass ich bisher immer daran vorbei gegangen bin und noch nie einen betreten habe. In diesen Secondhand-Shops verkaufen ehrenamtliche Mitarbeiter gespendete Sachen, u.a. auch Kleidung. Die Erlöse kommen der entwicklungspolitischen Arbeit der Oxfam Deutschland e.V. zugute. Mit dem Shop-Finder kannst du einen Oxfam Store in deiner Nähe aufspüren.

4 / Secondhand-Läden

Neben Oxfam gibt es natürlich viele kleine Secondhand- und Vintage-Läden, in denen man nicht nur selbst gemütlich bummeln, sondern seine eigene Kleidung auch wunderbar verkaufen kann. Die Bezahlsysteme sind unterschiedlich und können vor Ort erfragt werden. Für Bremen hat die Nachhaltigkeits-Bloggrein MARI DALOR einen umfangreichen Fair Fashion und Secondhand Guide auf ihrer Page zusammengestellt.

5 / Sozialkaufhaus

In Sozialkaufhäusern kannst du Kleidung, aber auch Möbel, Spielzeug und andere Haushaltsgegenstände spenden. Diese werden dort günstig weiterverkauft. Für Menschen mit geringem Einkommen eine sehr schöne Organisation.

6 / regionale Sozial- und Spendenprojekte

In jeder Stadt gibt es unterstützenswerte Sozial- und Spendenprojekte für Menschen, die sich über deine (Kleider-) Spende sehr freuen. Im Internet findest du schnell einige Adressen und kannst in Ruhe schauen, welches Projekt dich besonders anspricht. In Bremen sammelt z. B. die Tasse Kleidung für obdachlose Menschen. Ich selbst habe bereits einige Säcke Kleidung zu der GAIN Hilfsgüter Sammelstelle gebracht, wo die Kleidung garantiert an bedürftige Menschen gespendet wird.

7 / Kleiderkreisel

Kleiderkreisel ist eine Secondhand-Plattform, bei der du Kleidung kaufen aber auch verkaufen kannst (Mamikreisel ist die Variante für Baby- und Kinderkleidung) . Du musst dich nur kostenlos in der App registrieren und schwups kannst du deine Kleidung mit einem Bild, einer kurzen Beschreibung und dem Verkaufspreis hochladen. Super easy und besonders für hochwertige (Marken-) Kleidung eine schöne Verkaufsmöglichkeit.

8 / Flohmarkt

Du möchtest lieber analog verkaufen? Dann ab auf den Flohmarkt! Hier bekommst du direkt ein Erlebnis dazu: Man trifft (meist) nette und interessante Menschen, führt lustige Gespräche und kann das wilde Treiben bei einer heißen Tasse Tee und einem leckeren Frühstück beobachten. Hier kannst du neben Kleidung natürlich auch alles andere verkaufen, so dass es ein perfekter Plan für den Abschluss der Minimalismus Challenge ist. Schaue auch gerne mal nach spezifischen Flohmärkten, z.B. gibt es in Bremen die „Woman“ – ein Flohmarkt nur für Frauen.

Fleamarket_ Minimalismus Kleiderschrank - wohin mit aussortierter Kleidung auf lebensverliebt.de

Und was ist mit Altkleidercontainern?

Bevor ich mich mit dem Thema Minimalismus näher beschäftigt habe, habe ich aussortierte Kleidung immer in die altbekannten Kleidercontainer gesteckt. Nachdem mich eine Freundin auf die NDR Doku „Die Altkleiderlüge“ aufmerksam gemacht hat, war ich nie wieder an einem dieser Container.

In der Dokumentation wurde ganz klar deutlich, dass mit dem Großteil der aussortierten Kleidung noch richtig Kohle gemacht wird. Die Sachen werden in den meisten Fällen nicht gespendet, wie ich es immer gedacht habe, sondern zu großen teilen an Secondhand Läden verkauft (häufig wohl nach Osteuropa). Ein anderer Teil der Kleidung wandert nach Afrika, Asien und Südamerika, wo er günstig an die Einheimischen verkauft wird. Klingt erstmal nicht schlecht, schadet der lokalen Textilindustrie aber erheblich. Wenn dich das Thema interessiert, schaue dir unbedingt „Die Altkleiderlüge“ auf Youtube an.

Wohin mit kaputter Kleidung und Stoffresten?

Wenn du ausrangierte und nicht mehr tragfähige Kleidung entsorgen möchtest, kannst du dies am besten über den Haus- bzw. Restmüll in Angriff nehmen. Eine Entsorgung in Altkleidercontainern wird nicht empfohlen, da das Trennen der beschädigten Teile von der “guten Kleidung” sehr aufwändig ist und die hohen Energie- und Arbeitskosten nicht rechtfertigt. Weitere Details hierzu findest du bei Utopia.

Ich bin gespannt auf deine Tipps! Was machst du mit aussortierter Kleidung?

Lebensverliebte Grüße
von Jana

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